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Video strategisch planen und einsetzen

Die Videostrategie

Eine „Videostrategie“ – ist die gezielte Planung vom Einsatz von Videos im Kommunikationsmix, z.B. innerhalb eines Projektzyklus. Mit der richtigen Strategie wird der Youtube-Kanal oder Facebook viel mehr als eine Video-Plattform, in die man ab und an mal einen Film legt.

Viele Kunden erschrecken, wenn wir Ihnen empfehlen, nicht einen Film zu machen, sondern viele. Natürlich geraten wir bei Kunden als Produktionsfirma mit dieser Empfehlung schnell in Verdacht, möglichst viel verkaufen zu wollen. ‚Die Video-Strategie entwickeln und dann viele Filme produzieren – was das alles kosten mag!‘ Unser Gegenüber beginnt im Geiste schon zu rechnen, ist dann aber schnell wieder erleichtert, wenn wir erklären, dass viele kleine Filme nicht zwangsläufig teurer sind, als der eine, allumfassend große „Imagefilm“. Dieser eine Film, der ein Unternehmen oder eine Organisation vollständig und von allen Seiten beleuchtet darstellen soll und dann nach 5 oder gar 10 Jahren mal ersetzt wird. Weil die Leute im Film längst andere Funktionen haben oder weil das 4:3-Format und die schlechte SD-Auflösung veraltet wirken und nun wirklich niemand mehr freiwillig 10 Minuten lange Imagefilme schaut. 

Imagefilme – ein Auslaufmodell

Klassische Imagefilme vertragen sich nicht besonders gut mit Social Media. Sie haben keine Fortsetzung, sie laden nicht zur Interaktion ein und wollen meist zu viel. Auf die reine Selbstdarstellung ausgerichtet, sind sie überfrachtet mit Botschaften und Informationen, die man ebenso gut, bzw. viel besser auf viele kleine Filme verteilen kann. Wer schaut sich schon einen 8:00 oder 5:00 Min. langen Film an, in dem sich ein Unternehmen selbst bejubelt? Außer vielleicht man hat bei dem Unternehmen ein Vorstellungsgespräch? In der Regel schreckt einen schon die Zeitanzeige im Player ab. Hat man jedoch einen 1:00 – 2:00 Minuten kurzen, unterhaltsamen oder informativen Film gesehen, klickt man gerne noch den nächsten an. Und hat am Ende vielleicht dennoch 8:00 Minuten oder mehr geschaut.

Der Imagefilm wird zwar noch immer viel nachgefragt, aber tatsächlich hat er heute weitestgehend ausgedient. Jedenfalls als Solitär. Für die Jugendhilfe der Diakonie Berlin-Oberschlesische Lausitz haben wir beispielsweise einen kurzen, ca. 2:00 Minuten langen Imagefilm produziert und fünf Spin-Offs, aus Material, das wir für den Imagefilm ohnehin gedreht haben. Der eigentliche Imagefilm steht im Zentrum, er vermittelt lediglich einen Eindruck von der Vielfalt der Angebote und ein Gefühl. Das macht neugierig und wirkt ansprechend. Manche Betrachter wollen gerne mehr wissen und schauen sich auch noch die Spinoffs an, die einen einheitlichen optischen Stil haben und damit einen Wiedererkennungswert.  Andere User möchten sich nur über genau das eine Angebot der Jugendhilfe informieren und schauen dann zielgerichtet den einen kurzen Film. Die anderen 8:00 Minuten zu den anderen Themen sparen sie sich. Einen allumfassenden 10:00 Minuten-Film hätten sie sich vermutlich nicht angeschaut. 

Mehrere Filme – viele Vorteile

Mit mehreren Filmen zu arbeiten, hat viele Vorteile. Die aus unserer Sicht wichtigsten sind:

  • Nicht die Selbstdarstellung, sondern die Nutzerperspektive steht im Vordergrund. Jemand, der in der Jugendhilfe oder welchem Bereich auch immer gezielt ein bestimmtes Angebot sucht, wird viel besser fündig.
  • Der Erfolgsdruck ist geringer, man kann etwas ausprobieren. Gelingt ein Film oder Format mal nicht so gut, hat man eine nächste Chance. Außerdem kann man testen, welcher Video Content auf welchen Kanälen am besten funktioniert,
  • Man ist flexibel unterschiedlichen Video-Content einzubinden, z.B. auch Eigenproduktionen oder Videos von Usern.
  • Man kann immer etwas „nachlegen“. Sei es im Newsletter, Intranet oder Facebook, Content, der Aufmerksamkeit schafft, wird ständig gebraucht.

Wer sich – vielleicht erstmals – in die Bewegtbild-Kommunikation vor wagt, sollte sich bewusst machen, dass Video wie jede andere Kommunikationsform idealerweise ein kontinuierlicher Prozess ist, den man strategisch plant und begleitet. Regelmäßig befüllt und mit der richtigen Ansprache und Zielsetzung wird Youtube – nebenbei die zweitgrößte Suchmaschine nach Google – dann plötzlich ein effektives und wirkmächtiges Marketing-Instrument.