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Trailer, Teaser, MAZ, Film, Video….Ein paar Begrifflichkeiten

Teaser vs. Trailer – Filmproduktion Verstehen

Video oder Film? Trailer oder Teaser? Videoclip oder Webvideo? Vlog oder Vodcast? In unserer Branche schwirrt ein Haufen Begriffe herum, und ständig kommen neue hinzu. Die Unterscheidung ist längst nicht mehr nur, ob man Spiel- oder Dokumentarfilme produziert, und das fürs Kino oder das Fernsehen. Selbst im Gespräch mit Kollegen muss man sich immer wieder mal vergewissern, ob man mit einem Begriff tatsächlich das gleiche meint.

Videoproduktion oder Filmproduktion?

Ob wir eine Video- oder Filmproduktion sind, haben wir uns auch schon gefragt. Beides ist richtig. Die Unterscheidung stammt aus Zeiten, als richtige, professionelle Filme noch auf echtem Filmmaterial im Negativverfahren gedreht wurden. Damit war aber zum Ende des 20. Jahrhunderts Schluss. Selbst die leistungsstärksten, im aufwändigsten Spielfilm eingesetzten Kameras sind Video-Kameras. Film und Video sind damit heute schlicht dasselbe. Wir drehen unsere Filme mit (professionellen) Videokameras oder auch mit Fotoapparaten (DSLR-Kameras). Technisch gesehen machen wir also eindeutig Videos. Trotzdem bezeichnen wir uns lieber als Filmproduktion. „Video“ klingt immer noch einfacher und billiger als „Film“. Die Älteren haben bei „Video“ womöglich noch  VHS-Rekorder und Videotheken vor Augen und Amateurkameras mit entsprechend schlechter Qualität. Aber auch die Jüngeren assoziieren Videoproduktion vielleicht eher mit dürftigen „Youtube-Filmchen“ und  „Filmproduktion“ eher mit Hollywood. Wir sind die, irgendwo dazwischen. Manche sagen zu uns „Filmbude“. Klingt auch billig. Aber irgendwie auch ehrlich.

Technisch betrachtet ist „Video“ ein Film, der auf Magnetband oder einem Datenträger gespeichert wurde. Zugleich ist ein Video ein Film, der mit einer Videokamera aufgenommen wurde, nicht mit einer Filmkamera.

 

Trailer

Einer der häufigsten, falsch genutzten Begriffe, ist der „Trailer“. Unsere Gesprächspartner meinem damit meist einen kurzen Film. Z.B. einen Einspielfilm für eine Veranstaltung. Unter einem Trailer versteht man aber eigentlich die kurzen Werbefilme für Kino- oder Fernsehfilme. Sie sind aus vorhandenen Filmsequenzen zusammengesetzt und dienen als Vorschau auf kommende Filme. Im Kino laufen die Ankündigungen heute immer vor dem Hauptfilm. Das war früher anders. Da wurden nach dem Filmende derAusblick auf das künftige Programm gegeben. Daher kommt auch das Wort.  Trailer – der Anhänger. Die Länge eines Trailers liegt bei einer Minute bis drei Minuten. Die besten Filmtrailer werden übrigens alljährlich in Hollywood mit dem Golden Trailer Award ausgezeichnet.

 

Teaser

Auch der Teaser ist eigentlich nur so etwas wie ein Appetithappen. Typisch sind Teaser im Fernsehen. Da dient der Teaser als Programmhinweis, der wenige Stunden bis unmittelbar vor der Sendung ausgestrahlt wird. Manchmal ist der Vorspann von Serien auch als Teaser gestaltet. Er soll motivieren, an der Folge dran zu bleiben. Im Internet sind Teaser meist Hinweise auf verfügbaren Content oder auf eine Veranstaltung, z.B. auch auf einen Lifestream. Ein Teaser ist immer kürzer als eine Minute. Manchmal dauert er nur 15 Sekunden.

 

Social Media Clip

Der Social Media Clip ist einfach nur ein kurzer Film, oder Webvideo. Er muss einfach dort funktionieren, wo er eingesetzt werden soll: Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest usw. Das heißt meist: Er soll ganz, wirklich ganz, ganz kurz sein – also nicht länger als zwei Minuten. Er muss ohne Ton funktionieren und soll den User trotzdem packen, unterhalten, involvieren. Der Social Media Clip soll darüber hinaus meist eine breite Zielgruppe erreichen und am besten viral gehen. Auf der anderen Seite: Wenn‘s mit dem viral nicht so gut klappt, versendet er sich auch schnell wieder.

 

Webvideo

Unspezifischer als „Webvideo“ geht es eigentlich kaum noch. Jedes Video im Internet ist ein Webvideo.  Ein Webvideo ist letztlich genauso der Imagefilm auf der Homepage wie der Projektfilm auf Youtube, der Kunstfilm auf Vimeo, die aus Standbildern animierte Diashow auf Facebook oder die mit Screencapture erstellten Software-Tutorials. Die Länge sollte sich nach dem Inhalt und den Bedürfnissen der Nutzer richten.

 

Videoclip

Der Begriff „Videoclip“ wird unserer Erfahrung nach eigentlich nur noch von Menschen verwendet, die schon erwachsen waren, als mit MTV das Musikfernsehen seinen Siegeszug antrat und Musikvermarktung ohne Video undenkbar wurde. Eigentlich weist „Clip“ ja nur auf einen Ausschnitt hin, in dem Fall den Teil eines längeren Filmes. Doch Videoclip meint ein eigenständiges Werk. Zum Beispiel ein Musikvideo. Vermutlich konnte man es seinerzeit einfach gar nicht fassen, dass ein professioneller Film von wenigen Minuten Länge nicht Teil von etwas Größerem sein sollte. Und so nannte man kurze Musikvideos eben „Musikclips“ und kurze Videos allgemein „Videoclips“. Das ist eine Vermutung, und nicht belegt.

 

MAZ

Der Begriff „MAZ“ ist Nostalgie pur. Und nein, keine Kunden verwenden ihn irrtümlich. Man braucht ihn auch nicht. Es sei denn, man will bei Fernsehleuten punkten. Denn im Fernsehen hat er sich gehalten. MAZ ist eigentlich die Abkürzung für „Magnetaufzeichung“, also ein technisches Verfahren. Das Magnetband war etwa sechs Jahrzehnte das universale Medium für Ton und später auch Filmaufnahmen. Bei Fernsehjournalisten ist „MAZ“ bis heute das Synonym für einen Filmbericht von etwa ein bis fünf Minuten Länge. Im Bereich Webvideo und Contentmarketing spielt der Begriff aber keine Rolle.

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