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Livestreaming in Berlin und anderswo – ein Überblick

Live und in Farbe: Überall und Jederzeit

Livestreaming boomt. Das merken wir in Berlin in letzter Zeit deutlich. Livestreaming von Veranstaltungen könnte vermutlich die Programme mehrerer Fernsehsender füllen. Immer mehr zivilgesellschaftliche Organisationen nutzen die Möglichkeit, mit ihren Veranstaltungen, Vorträgen, Tagungen, Podiumsdiskussionen eine viel größere Reichweite zu erzielen.  Sie sind nicht mehr darauf angewiesen, dass sich Medien für sie interessieren. Sie werden selbst zu Medien.

Durch einen Livestream können alle Interessierte an den oft aufwändig organisierten Events teilhaben, egal, wo sie physisch sind.  Veranstaltungen mit 100 anwesenden Teilnehmern in Berlin haben durch Livestreaming häufig einige hundert weitere Zuschauer bundes- oder weltweit. Diese können das Geschehen zugleich öffentlichkeitswirksam diskutieren oder sich mit Fragen direkt einbringen.

Obwohl für immer mehr Organisationen und Institutionen Livestreaming immer wichtiger wird, stellen wir oft eine große Unsicherheit fest, wie aufwändig Livestreaming ist, wie die Übertragung funktioniert, was es kostet und welche technischen Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Deshalb geben wir hier einen kurzen Überblick über die Technik und Verbreitungswege.

Wie funktioniert Livestreaming?

Ein Video-Livestream ist die Übertragung von Bild und Ton in Echtzeit ins Internet. Der Stream kann über einen Einbettcode auf die eigene Homepage gestellt oder über Plattformen übertragen werden. Die technischen Umsetzungsmöglichkeiten für einen Livestream sind sehr vielfältig. Sie reichen von einer Übertragung mit mehreren Kameras und einer Live-Regie bis zur ganz schlichten Livesendung mit dem Smartphone. Zentral ist immer eine stabile und ausreichend starke Internetleitung. Ist vor Ort keine ausreichende Leitung vorhanden, werden Mobilfunkfrequenzen gebündelt. Ein Riesenvorteil beim Livestreaming ist auch, dass der Gesamtmitschnitt nach Veranstaltungsende ohne jeglichen Zusatzaufwand in die verschiedensten Kanäle eingestellt werden kann.

Verbreitungswege

Neben der eigenen Homepage werden typischerweise folgende Verbreitungswege genutzt:

  • Periscope ist eine Live-Streaming App von Twitter. Jeder, der einen Twitter-Account hat und ein Smartphone kann theoretisch jederzeit live gehen. Und das kostenlos. Die Zuschauer können die Übertragung kommentieren. Nach Beendigung des Livestreams bleibt die Aufzeichnung noch 24 Stunden online.
  • Youtube bietet seinen „Kanalbesitzern“ ebenfalls das Livestreaming an, entweder über den PC oder über eine App auf dem Smartphone.
  • Facebook Live ist die Live-Funktion von Facebook. Hier können Sie einen Stream Ihren Followern auch vorher ankündigen, nach der Übertragung bleibt die Aufzeichnung im Profil und kann heruntergeladen werden.
  • Ganz ähnlich funktioniert die Live-Funktion von Instagram. Anders als bei Facebook bleiben die Videos aber nach dem Beenden des Live-Streams nicht auf der Plattform verfügbar.

Problem beim Streamen durch Amateure

Bei Veranstaltungen, bei denen das gesprochene Wort im Vordergrund steht, reicht das Mikrofon eines Smartphones oder einer Kamera nicht aus. Man sollte den Ton über ein Mikrofon oder die meist vorhandene Tonanlage abnehmen. Darüber hinaus ist die Übertragung mit nur einer Kamera optisch extrem langweilig. Da man ja live sendet, kann man die Perspektive oder Schärfe nicht neu einrichten, ohne, dass der Zuschauer es sieht.

Bei uns erfolgt eine Übertragung von Events wie Kongressen, Tagungen oder Podiumsdiskussionen in der Regel mit drei bemannten Kameras. Ein Regisseur wechselt zwischen den Perspektiven, blendet die Namen der Redner ein und bindet ggf. Präsentationen, Logos, Start-, Pausen und Endtafeln ein.  Der Ton wird über ein externes Mikrofon oder von der Tonanlage abgenommen. Wir bieten Livestreaming in Fernsehqualität und freuen uns, wenn Sie uns bei Interesse oder Bedarf ansprechen.

Das Kleingedruckte

Um eine gute Reichweite zu erzielen, muss der Livestream natürlich im Vorfeld bekannt gemacht gemacht werden. Am besten über alle zur Verfügung stehenden Social Media Kanäle, Email und den Kanal, über den die Übertragung läuft. Eine Art „Programmzeitschrift“ für geplante Livestreams gibt es noch nicht. Auch so manche rechtliche Frage, z.B. nach dem Presserecht, ist noch im Graubereich. Streng genommen benötigt man eine Rundfunklizenz, wenn man mit einem Programm mehr als 500 Personen gleichzeitig erreichen kann.  Da es  sich bei einem Livestream jedoch meist nicht um journalistisch-redaktionellen Inhalt handelt, wird dies auf Internet-Livestreams in der Regel nicht angewandt. Was man jedoch unbedingt beachten sollte beim Livestreaming, sind die Persönlichkeitsrechte. Alle Leute, die live gefilmt, und im Stream deutlich zu erkennen sind, müssen darüber informiert und damit einverstanden sein. Leute, die das nicht möchten, setzen sich folglich am besten in eine hintere, gekennzeichnete Reihe. 

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